Uluru-Kata Tjuta Nationalpark – 10.08.-12.08.09 :)

•06/11/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Soo, hier jetzt auch noch die ein oder anderen Infos zu unseren Tagen im Uluru- Kata Tjuta Nationalpark.

Wie schon im Artikel davor beschrieben, haben wir Mona auf unserer Fahrt mit dem Ghan kennengelernt. Wir hatten uns schon auf 3 tolle Tage zusammen auf unserer ROCK TOUR gefreut, aber wir sind dummerweise auf verschiedene Busse aufgeteilt worden :(

Am Montag morgen gegen 6h ging es dann erstmal Richtung Tourbüro um alle Daten zu prüfen. Haben alle bezahlt? Wer braucht noch einen Schlafsack, hat jeder eine große Flasche Wasser dabei? etc.pp. In den 2 Bussen sitzend ging es dann irgendwann nach 7h los Richtung Nationalpark. Von Alice Springs sind dies etwa 447 km! Nach nicht allzu langer Zeit kam unser Tourguide Greg auf die fabelhafte Idee, dass wir uns ja alle mal gegenseitig vorstellen könnten – mit Mikrofon vorne zw. Fahrer-und Beifahrersitz hockend. Es ging los mit Tomasz, der auf eben diesem Beifahrersitz saß. Er ist Slowake, der in Italien Englisch unterrichtet. Ich denke, dass er wegen seinen pädagogischen Fähigkeiten dazu verdonnert wurde, immer am Ende der Gruppe zu laufen, damit keiner verloren geht…

Tja ich saß schon direkt in der zweiten Reihe und war dementsprechen früh dran mit dem Vorstellungsprogramm. Neben meinem Namen, der Herkunft und dem Alter wollte man auch den Grund wissen, warum ich Australien war und natürlich meine Lieblingsfarbe. Dann ging es von Reihe zu Reihe weiter mit Kevin (Korea?), Birgit (D), Estelle & Jonathan (Nantes, FRA), Carmel & Lesley (AUS), Holger, Beate & Anja (D), Marie & Sophie (Corse et Paris, FRA), Julia & Céline (D), Kai (D) und Mert (Türkei) – nicht zu vergessen natürlich Dr. Jason und seine Sarah aus New York City! (auf die beiden komme ich später nochmal zurück). Alles in allem eine bunt gemischte Truppe mit einem leichten deutschen Überhang :)

Das erste Ziel der Tour war der Watarrka, welcher unter den Mitteleuropäern eher als Kings Canyon bekannt ist. Auf dem Weg dorthin haben wir Adler beim Beuetfang beobachtet und Dromedare beim Spaziergang im Bush :) Dort angekommen haben wir uns alle unsere Kameras und Wasserflaschen geschnappt und es ging zur Besteigung des Heart-Attack Hills (des Herzinfarkt-Hügels), der wohl zu Recht diesen Namen trägt, wenn man zu schnell geht und kein Wasser bei sich hat.

Fortsetzung folgt: Wattarka, Bush Camp, Autopanne, Kata Tjuta, Uluru Mala Walk and Sunset, Camp2, Uluru Sunrise, back to Alice, Toddy´s…

Ghan – 08.08.-09.08.09

•06/11/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nach der Indian Pacific-Fahrt im Süden (ca. 2800km von Adelaide nach Perth) ging es im August mit dem legendären Ghan die knapp 1.500 km von Darwin ins rote Zentrum nach Alice Springs. Auf der Fahrt hatten wir den selben „Night-Manager“ wie schon im Indian Pacific, aber das restliche Personal war eher unfreundlich. Vor allem die alte Hexe und Speisewagen-Chefin Andrea ging uns (Mona, Birgit und mir) richtig auf die Nerven :(

Eine Pause von Adreas tödlichem Blick hatten wir bei unserem Stop in Katherine, wo ich mit Birgit ja schon einmal war. Da es da in der kürze der Zeit nicht allzu viel zu tun gab, waren wir ein bisschen bummeln und was essen. Naja man hätte auch was tolles machen können, aber so ein Heli-Rundflug ist halt auch nicht gerade ein Schnäppchen!

Im Gegensatz zum Indian Pacific war es im Ghan schon nicht gern gesehen, wenn man nur mit einem Tee im Speisewagen saß. Man kann ja zu dritt auch problemlos 6 Tische voll besetzen und deshalb kann niemand sonst was essen!? Naja manche Leute habens halt mit den Augen und dann auch noch ganz viele andere Probleme. Es ging dann soweit, dass alle beim Ausstieg in Alice verabschiedet wurden, nur wir drei wurden blöd angeguckt und Andrea hätte wohl am liebsten das Treppchen zum barrierefreien Ausstieg weggezogen.

Die Fahrt an sich war abgesehen von Andrea ok und die Nacht war auch einigermaßen erträglich – wir wussten ja, was schlaftechnisch auf uns zukam :)

Außerdem haben wir Mona im Ghan kennengelernt, die auch in Alice Springs aussteigen wollte. Noch besser war es, dass sie sogar die gleiche 3Tages-Tour zum Uluru-Kata Tjuta NP gebucht hatte. So konnten wir abends in Alice Springs noch zusammen in unserem Hostel Nudeln kochen und ein bisschen was für die nächsten Tage planen….dies war allerdings mehr oder weniger umsonst… :(

Darwin – 02.08-08.08.09

•26/10/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Angekommen in Darwin war es erst einmal sehr komisch ohne fahrbaren Untersatz unterwegs zu sein. Am ersten Tag dort hatten wir unseren „Tuppi“ noch, um unser gesamtes Gepäck in ein Hostel zu bringen und uns die Gegend ein wenig anzuschauen. Am zweiten Tag hieß es dann Abschied nehmen und es ging wieder zu Fuß innerhalb einer Stadt weiter. Meiner Meinung nach waren fünf Tage irgendwie zu lang für Darwin, es sei denn man hätte noch das Geld für einen Ausflug zu den Tiwi Islands gehabt. Naja es war ja trotzdem nicht schlecht – vom Hostel abgesehen :)

In Darwin haben wir am zweiten Abend eine schöne Bootstour gemacht und 2 Tage später waren wir im Deckchair Cinema. Dies ist ein Open-Air Kino bei dem man in Strandstühlen liegt und den Film genießt. Dummerweise lief nur der Streifen „Gomorrha“ in italienisch mit englischen Untertiteln :( – wenigstens weiß man jetz noch mehr, dass man der Mafia nicht vertrauen sollte :)

Donnerstag Abend haben wir uns dann den berühmten Sunset Market am Mindil Beach angeschaut. Am Strand selbst haben wir zunächst einen Bekannten aus dem Litchfield NP getroffen und dann haben wir beim Schlendern über den Markt festgestellt, dass Krokodil einfach sch.. schmeckt! Der Markt an sich ist ziemlich cool. Wo sonst fängt ein Markt erst an, wenn es dunkel wird? Natürlich gab es auch viel Ramsch, Kitsch und unnützen Kram, aber das ein oder andere war schon interessant. Zur tollen Atmosphäre trugen auch verschiedene Musiker bei, die quer über den Markt verteilt ihre Stände aufgestellt hatten.

Kakadu Nationalpark – 31.07-02.08.09

•05/10/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Mit neuem Gefährt gings dann vom Litchfield NP zum Kakadu NP. Eigentlich war es ganz nett, nun einen neuen Camper (ohne roten Sand überall) zu haben…aber irgendwas fehlte. Nach ca. 120km Fahrt kam uns dann ein Road Train entgegen und hat den Camper mit einem netten Steinschlag auf der Windschutzscheibe wieder heimisch erscheinen lassen :)

Im Vergleich zum Litchfield Park gab es im Kakadu etliche, endlos nervende Mozzies (Mosquitos). Wir hatten uns zwar schon mit Duftkringeln gegen diese Mistviecher ausgestattet und auch Insektenspray für die Haut gekauft, aber dennoch haben sie knallhart zugeschlagen :( Also bei mir waren es etwa 30 Stiche pro Bein, die bei viel Sonneneinstrahlung um das doppelte anschwellen konnten, Birgit hatte ca. 0,5 Stiche, wenn überhaupt…Naja später hatte sie aber gaaaannnzz fiese kleine Mini-Stiche überall an den Füßen – ob diese von Ameisen waren oder anderem Getier konnte nicht sicher festgestellt werden.

Den ersten Abend haben wir an den berühmten Yellow Waters verbracht. Allerdings waren wir nicht pünktlich zum Sonnenuntergang am See, sodass wir das gelb leuchtende Schauspiel nicht miterleben konnten. Am nächsten Tag haben wir uns neben dem Nourlangie Rock auch die Malereien am Ubirr angeschaut. Der Ausblick von oben auf die Wetlands war einfach phantastisch :)

Auf unserem Campingplatz am zweiten Tag hatten wir neben dem fiesen Tierchen aber noch Besuch von einem Känguruh… – die Riesenkrähen waren allerdings nach ständigem Umkreisen unseres Tisches etwas unheimlich..

Da wir kein Allrad-Fahrzeug hatten, konnten wir uns im Kakadu nicht viel mehr Attraktionen ansehen. Interessant wären noch die Jim Jim Falls und die Twin Falls (Wasserfälle im südlichen Teil des Parks) gewesen. Da wir aber zur Trockenzeit im Kakadu waren, führte die Fälle wenig oder gar kein Wasser. Die Strassen im Park waren zudem fast nur von abgerannten Waldstücken umgeben, was nicht sehr eindrucksvoll war. Wie für viele andere war für mich der Litchfield Nationalpark schöner und er sollte ebenfalls zum World Heritage ernannt werden…

Litchfield Nationalpark – 29.07.-31.07.09

•28/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Von Katherine aus sind wir auf dem Stuart Highway Richtung Darwin gefahren und haben den ersten Stop im Litchfield Nationalpark geplant. Dort wollten wir uns eigentlich am 30.07. (zu meinem Geburtstag) mit Susanne und Martin treffen. So hätte man noch anstoßen können… Tja nun waren wir aber schon einen Tag früher dort. Wir waren uns nicht sicher, ob die beiden schon vom Kakadu NP zurück waren und daher wollten wir mal sehen, ob die zwei schon auf dem geplanten Campingsplatz waren. Dort waren sie natürlich nicht und auch nicht auf der Campingplatz-Option Nr.2. Ich war mir eigentlich sicher, dass Susanne nach ihren Angaben schon im Park hätte sein müssen. Naja so wars dann aber irgendwie nicht – dachten wir… Um alle eventuellen Möglichkeiten abzuhaken, wo die beiden sein könnten, sind wir in dem Park von einem Wasserfall zum nächsten gegurkt und haben uns alle möglichen Besucherparkplätze und Campgrounds angesehen. Sie schienen wirklich noch nicht da zu sein. Am letzten Parkplatz wollten wir gerade schon wieder drehen, als ich hinter ein paar Bäumen noch weitere Parkbuchten entdeckt hatte. Wie es das Schicksal so wollte parkte der Britz TXW 498 genau an dieser Stelle :)

Um die beiden dann auch tatsächlich zu erwischen ging Birgit einen Wanderweg entlang und ich hatte einen Blick auf den Parkplatz und die Attraktion dort – das Buley Rock Hole. Nach einem Schwätzchen mit einem Busfahrer (der auf seine Reisegruppe wartete) und ständiges Fliegen-Wegschlagen kamen die drei auf einmal um die Ecke. Nach Birgits Erzählungen, haben Martin und Susanne wohl völlig entgeistert geguckt, als sie auf einmal vor ihnen stand. Nach einer kurzen Begrüßung und den Worten „Eigentlich wollten wir erst morgen hier sein“, „Ja wir wollten auch erst morgen hier sein…“ haben wir uns kurzerhand umgezogen und sind noch schwimmen gegangen.

Da weder die beiden noch wir einen Schlafplatz reserviert hatten, wollten wir nun ganz ans Ende des Parks zum Campground an den Wangi Falls fahren. Da es im Litchfield NP aber keine Tankstelle gibt und es mit unserem Tank etwas knapp aussah, mussten wir nochmal raus aus dem Park nach Batchelor. Zuvor hatten wir uns ausgemacht, wo wir uns nach dem Tanken treffen und wo, falls der Platz voll ist und so weiter (unsere Absprachen sind ja mittlerweile bekannt). Wir hatten nur vergessen abzusprechen, was wir machen, wenn die Tankstelle bereits geschlossen hätte :( … Super, sie war noch hell erleuchtet! Dass „Defekt“-Schild an der Unleaded-Säule, hat uns zunächst leicht geschockt, aber zum Glück gab es eine zweite : )

Vollgetankt, aber immer noch im Schwimm-Dress und in ein Handtuch eingewickelt gings dann zurück zu den Wangi Falls. Etwa 12Kilometer vor dem Ziel meinte ein 5-feet-Kangaroo (1,80m) doch tatsächlich, es müsste mir vor den Wagen springen. Klasse, das hatte ja gerade noch gefehlt :( Nach ein paar Minuten wurde der Rauch aus dem Motorraum weniger, aber der Schock saß tief. Ich blieb erstmal sitzen während Birgit gucken wollte, wo das „Opfer“ lag. Ich meinte nur: „Ich glaub es liegt neben mir“, aber tatsächlich lag es schon hinter dem Camper – drübergefahren war ich also auch noch :( Was sollten wir denn nun machen? Kein Handyempfang, kein Mensch zu sehen, es fing schon an zu dämmern, hm…ja und in dem Bach ein paar Meter weiter waren Krokodile – zumindest ließ dies das gelbe Schild mit roter Aufschrift und Kroko-Zeichen ganz schwer vermuten!

Wir haben uns daruf geeinigt, mal was anderes anzuziehen und dann die Plätze im Wagen zu tauschen (was sonst recht selten passiert ist). Der Wagen lief zum Glück noch, aber da der Kühler schon fast komplett ausgelaufen war, fing alles etwas an zu muffen. Die Strecke kam uns vor wie eine 5-stunden Tour. Es könnte daran liegen, dass wir nur noch 40km/h gefahren sind und damit beschäftigt waren, den Straßenrand nach weiteren Tieren abzusuchen. Am Campingplatz angekommen, standen Susanne und Martin schon winkend vor dem Eingang. Ihr Lächeln verschwand als sie unsere Gesichtsuadrücke und vor allem die Dellen im Auto sahen. Die beiden hatten einen Platz für uns reserviert. Nach leichten Manövrierungsschwierigkeiten hab ich den Camper neben einem anderen Britz geparkt – Zeit zum durchatmen :)

Um den Abend  noch zu genießen, ohne großartige Gedanken an Versicherung, Schaden, etc. zu verschwenden, hatte Susanne eine Flasche Rotwein geöffnet und Chips bereit gelegt. So wollten wir dann noch in meinen Geburtstag reinfeiern. Es war soweit alles ok. Wir hatten es uns auf der Wiese neben den BBQ-Ecken gemütlich gemacht, bis wir gegen 21h ein komisches Geräusch bemerkten. Bevor nur einer sagen konnte „Oh nein, die Sprinkleranlage!“, ging das fröhliche Wasserspritzen auch schon los :( Nach kurzer Zeit waren die Stühle zwar aus dem „Regen“ gerettet, aber trotzdem nass. Den Rest des Abends haben wir dann die Stühle mit Handtüchern ausgelegt und waren vor 24h schon totmüde, sodass das mit dem Reinfeiern auch nix mehr gegeben hat.

Am nächsten Morgen wurde ich dann durch das Aufklappen des Kofferraumdeckels geweckt. Dies dachten die drei zumindest. Ich lag zwar länger im Bett, aber diverse Geburtstagsvorbereitungen sind mir nicht entgangen – auch nicht das Bereitstellen hinter dem Camper :) Nunja der Tag begann dann offiziell mit einer a capella-Version von „Happy Birthday..“ gefolgt von „Viel Glück und viel Segen…“. Martin hielt sich etwas zurück mit seiner Gesangskunst, aber die „Mädels“ habens rausgerissen ;) Neben dem Ständchen gab es Schoko-Küchlein mit Kerzchen, einen Gutschein und einen Spielzeug-Hai von Birgit. Susanne und Martin hatten uns ihre seherischen Fähigkeiten wohl verschwiegen, denn es gab einen Kochhandschuh in Form eines Känguruh-Kopfs :)

Eigentlich könnte man das Hin und Her mit dem Automechaniker und der Britz-Managerin weglassen, aber da es so „schön“ war: Nach dem Frühstück haben sich die zwei lustigen drei erstmal eine Runde planschen im „Pool“ der Wangi Falls gegönnt und ich habe (zunächst mit Susanne, dann alleine) das ein oder andere Telefonat mit unserer Autovermietung geführt. Wie ich das gemacht habe ohne Handyempfang? Ganz einfach: Ich dachte mir, dass es bestimmt bei dem kleinen Kiosk im Park eine Telefonzelle geben müsste. Da lag ich auch richtig. Dummerweise hätte man eine Karte für dieses Telefon gebraucht -  ich hatte keine (meine Global Gossip Card hatte ich völlig vergessen) und der Kiosk hatte leider auch keine Karten mehr zumVerkauf :( Netterweise ließ uns die Besitzerin mit dem Kiosk-Telefon telefonieren, nachdem wir sie überzeugt hatten, dass man Britz umsonst anrufen kann. Nach den ersten 4 Gesprächen hatten wir festgelegt, dass sich ein Mechaniker das Ganze mal aus der Nähe ansehen sollte. Dieser solle sich dann wieder melden bzgl. der Sachlage. Susanne war mittlerweile auch beim Schwimmen, als ich einen weißen Wagen auf den Platz fahren sah. Dem Aussehen des Fahrers nach hätte ich nicht erwartet, dass ER der Mechaniker ist. Da der etwa 53-jährige Typ mit dem Rauschebart und 2mm-Haarschnitt, mit dem Holzfällerhemd und etwas weniger als 32 Zähnen aber schnurstracks auf unseren Camper zuging und den Schaden „begutachtete“, MUSSTE er wohl der Mechaniker sein! Nunja, er war ganz nett und hat auch gleich festgestellt, dass da nix mehr zu reparieren war. Kurz darauf hatte er dann jemanden von Britz an der Strippe und dies war nicht das einzige Telefonat, was an diesem Tag noch geführt wurde :(

Die Managerin sagt mir nur noch, ich solle bei ihr „bitte“ nicht mehr anrufen. Der Abschleppdienst inkl. neuem Camper würde in Kürze losfahren. Falls ich zwischendurch wissen wollen würde, wo sich der Fahrer befindet, dann sollte ich alle halbe Stunde versuchen, ein Update zu bekommen. Tolle Sache. Niemand konnte mir die Telefonnummer des Fahrers geben, da sie einfach keiner besaß :( Da die Fahrt von Darwin ja etwas dauern konnte, nin ich dann auch endlich schwimmen gegangen und Susanne hat etwas zu Essen vorbereitet. Nach dem Essen haben wir dann schonmal den Camper komplett ausgeräumt und ein bisschen sauber gemacht. Ich bin nach nochmal los zum Kiosk um zu erfahren, wann wir den neuen Wagen „erwarten“ können, da kam er auch schon um die Ecke :)

Nach Auf- und Abladen der Autos und einem Check  konnten wir wieder alles einräumen und den Tag endlich mal genießen. Zwar waren wir etwas genervt, dass wir noch eine Versicherungssumme fürs neue Auto zahlen mussten, aber immerhin war uns nichts passiert und wir hatten einen neuen Camper, der nicht voll mit rotem Sand war :)

Abends haben wir dann noch die ein oder andere Flasche Chardonnay getrunken und mit Elton John-Klängen aus Susannes Camper den Tag ausklingen lassen. Am nächsten Tag sind wir zu den Florence Falls gefahren und waren ein weiteres mal wandern und schwimmen. Danach hieß es dann entgültig Abschied nehmen von Susanne und Martin. Die beiden hatten noch die Strecke nach Darwin vor sich und den Heimflug. Birgit und ich allerdings hatten als nächstes Ziel den Kakadu Nationalpark.

Ein erstes Wiedersehen gab es am 12.09 bei mir und wir sehen uns ja schon bald wieder :)

Katherine – 27.07.-29.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Angekommen in Katherine mussten wir uns erst einmal einen Campingplatz suchen. In einem Punkt hatten wir da mal wieder Glück. Wir haben den letzten Platz bekommen, etwa 5 Minuten bevor das Pärchen kam, welches den Platz reserviert hatte – Tja, Pech würd ich da sagen. Nachdem wir dann noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert sind und einkaufen waren, haben wir eine Kanu-Tour in der Katherine Gorge: gebucht. Für 40 Dollar konnten wir dann am nächsten Tag 3 oder 4 Stunden mit dem Kanu rumpaddeln und in der Gorge schwimmen.  Zurück auf dem Campingplatz wollten wir uns noch kurz die heißen Quellen anschauen, die quasi um die Ecke waren. Dort waren aber viel zu viele Leute, das Wasser war ser niedrig und außerdem nicht gerade heiß :( Nach einer Dusche haben wir dann ausnahmsweise nicht selber gekocht, sondern haben uns eine Kleinigkeit im Camp-Restaurant geholt. Dazu haben wir ein Gläschen Wein mit unseren „Nachbarinnen“ Inge und Gerda getrunken. Die beiden (67 und 70 Jahre) waren auch schon seit einiger Zeit mit einem umgebauten Camper unterwegs und hatten noch eine längere Strecke vor sich. Die beiden hatten allerdings deutlich mehr Zeit als wir ;)

Am nächsten morgen gings dann Richtung Litchfield…

Whyndam, Prison Tree and Lake Argyle – 26.07.-27.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Zwei kleine Zwischenstationen auf dem Weg nach Katherine waren Whyndam und der Lake Argyle. Nach Whyndam wollten wir eigentlich nur wegen der Krokodilfarm. Im Nachhinein hätte man sich das auch sparen können und wäre lieber in Broome auf eine Farm gegangen. Die Krokodile in Whyndam waren nicht gerade hungrig und hatten daher auch so gar keine Lust auf die erste der 4 offiziellen Fütterungen des Tages. Bevor das „Spektakel“ losgehen sollte, hatten wir noch ein bisschen Zeit. Diese Zeit könnte man quasi als spanndend bezeichenen, da wir sehen konnten, wie sich 2 Krokodile so überhaupt nicht ausstehen konnten. Das eine war im anderen verbissen und beide haben uns die Todesrolle gezeigt. Tja das eine Krokodil konnte sich schließlich befreien und einen Abhang hinauf „rennen“. Man glaubt kaum wie schnell diese Krokodile auch an Land sein können – zwar nur auf kurzer Strecke, aber immerhin!

Ansonsten war, wie gesagt, nicht all zu viel zu sehen. Ein Krokodil ist zum baumelnden Fleischbrocken am Stock „gesprungen“ und hat sich dabei so gegen die Gitter der Käfigs geschmissen, dass sich einige Leute mächtig erschreckt haben.

Nach der Fütterung haben wir ein paar Kilometer weiter noch am berühmten Prison Tree gehalten um Fotos zu machen. Der Prison Tree ist einer der viel verbreiteten Boab-Bäume in Westaustralien und ist, wie aller Boab-Trees, von innen hohl. Der Prison Tree (Gefängnisbaum) wurde in den 1890er Jahren angeblich dazu genutzt, die Aborignes darin einzusperren. Heute ist er eine Touristenattraktion und leider sehr verschandelt durch etliche eingeritzte Namen usw.

Nach dem Besuch beim Prison Tree gings dann etwa 70km südlich von Kununurra zum Lake Argyle. Der See ist das zweitgrößte Süßwasser-Reservoire nach dem Lake Gordon und er ist der größte Stausee Australiens. Neben vielen Fischarten leben auch „Freshies“ (Süßwasser-Krokidile) dort.

Der See ist bei Sonnenuntergang in ein tolles Licht gehüllt und ist auch am Tag einfach sehenswert!

Kununurra and Kimberley Region – 24.07.-26.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Am 24.Juli haben wir uns schließlich auf den Weg nach Kununurra gemacht. Die Fahrt dorthin war eigentlich ganz entspannt. Gegen mittag haben wir auf einem kleinen Parkplatz gehalten und wollten eine kurze Tee-Pause machen. So haben wir schnell unsere Stühle ausgepackt, ein schattiges Plätzchen gesucht und Wasser gekocht. Bis dahin war auch noch alles easy. Wir saßen da mit unseren Tassen in den Händen, als ein schicker 4WD mitsamt seiner WILDCAT auf den Parkplatz fuhr.

>Für die, die es nicht wissen: Ein 4WD ist ein Allrad-Fahrzeug und ein Wildcat ist nicht etwa eine wilde Katze. Nein! Es ist ein ziemlich luxiriöser Wohnwagen, der noch ca. 5 ausfahrbare Zimmer hat (naja nicht ganz, aber fast)<

Also, wie gesagt, alles war ok. Dann haben wir wieder alles eingeräumt und uns nach einem „Frauentausch „in die Camper gesetzt. Susanne (mit Birgit im Camper) wollte schon aufs Gas drücken, als ich (mit Martin als Beifahrer) feststellte, dass mein Camper so gar nicht mehr fahren wollte. Ich konnte den Schlüssel drehen wie ich wollte, nix passierte! Die Versuche der beiden anderen Kraftfahrzeugscheinbesitzer waren auch zwecklos – komisch!

Naja nun zur Wildcat. Ich bin dann einfach mal zum Ende des Parkplatzes gelaufen und habe am Luxus-Schlitten geklopft. Wie die Aussies halt sind, hat der Besitzer direkt mal nach dem Rechten geschaut und hatte auch sein Überbrückungskabel dabei :) Zum Glück lief der Wagen wieder, aber jetzt war die Frage, ob die Batterie ein Problem hatte oder ob sonst etwas nicht in Ordnung war.

In Kununurra angekommen ist Susanne mit Martin erstmal einkaufen gefahren. Wir haben uns in der Zwischenzeit auf den Weg zur nächsten Werkstatt gemacht. Birgit musste ich dann leider am Strassenrand stehen lassen, da ja jemand Susanne in die Richtige Strasse winken musste.

Bei Toyota waren die Leute erst ganz nett. Es kam direkt ein Mechaniker raus und hat mal die Batterie getestet – Test: NICHT bestanden! Na klasse, wir brauchten also eine neue Batterie. “ Zum Glück sind wir ja direkt bei Toyota. Die werden schon eine Batterie für einen Toyota haben“ DACHTE ICH… Ich hatte, kurz bevor John (Mechaniker Nr.2) zum Camper kam, mit unserer Autovermietung telefoniert und gesagt, dass wir eine neue Batterie bräuchten. Die fanden das ok und wollten das mit der Zahlung dann auch nochmal mit der Werkstatt klären. Nach dem Telefonat zwischen Toyota und Britz schien alles klar zu sein, bis mir dann John mitteilte, dass keine Batterie da sei. Ich war begeistert! ;(

Netterweise hatte John die Idee, mir die Nummer der Batterie aufzuschreiben und mich zur nächsten Werkstatt zu verweisen…dieses Spiel mit der Batterie ging dann weiter zu Werkstatt Nr.4. Dort gab es endlich einen mutigen Mechaniker. Dieser hatte zwar auch kein passenden Modell, hatte aber die Idee, bei einem Hersteller anzurufen. Dieser teilte ihm promt mit, dass man auch eine andere Batterie einsetzen könne. Lange rede, kurzer Sinn: Wir hatten eine neue Batterie – juju! :)

Dummerweise hat sich das Ganze etwas hingezogen und Birgit stand immer noch am Strassenrand – ohne Wasser, ohne Handyempfang und ohne die in der Zwischenzeit dagewesene Susanne. Die war nämlich schon wieder weg, um einen Campingplatz klarzumachen. Naja, wir haben uns dann auf den Weg gemacht, Susanne zu finden. Man hätte es sich ja schon fast denken können, dass die beiden nicht da waren, wo wir sie vermuteten – denn diesen Platz schien es gar nicht zu geben! Es gab ja noch eine zweite Option. An diesem Platz haben wir gefragt, ob Susanne schon eingecheckt hätte, aber der Dame hinterm Tresen war Susanne völlig unbekannt (sie war etwa 20min vorher DORT, wie kann man das vergessen???) Wir wollten also schon wieder weiterfahren, da stehen Martin und Susanne plötzlich vor uns. Die beiden hatten sich in der Zwischenzeit einen anderen Platz angeguckt und hatten sich dann doch noch umentschieden.

Ne, ne, ne was ein Durcheinander an diesem Tag :( Letztendlich hatten wir uns alle wiedergefunden und sogar noch einen tollen Anblick am Abend. Hunderttausende von Flughunden flogen minutenlang über den Campingplatz – einfach unglaublich!

Am nächsten morgen sind Susanne und Martin richtung Katherine weitergefahren, da sie weniger Zeit hatten als Birgit und ich. Wir hatten uns aber einfach mal einen Treffpunkt ausgemacht – zu meinem Geburtstag wollten wir uns in Litchfield sehen… :)

Birgit und ich hatten ein paar Tage zuvor eine Tour gebucht, zu der wir an diesem Morgen aufbrachen. Es ging zum Flughafen – genauer: zum Hangar von Alligator Airways und zur „Australia – The Movie – The Tour“!!! :)

Wie es das Schicksal so wollte, gab es wohl Probleme mit dem Flugzeug. Da die Prüfung der Maschine die Tour verzögerte, wurden wir erstmal in ein nettes Café gefahren und durften auf Kosten der Airline ein Käffchen trinken und Kuchen essen :) Vom Pilot höchstpersönlich wurden wir dann wieder abgeholt und zum Flughafen gebracht. Neben uns beiden war noch ein Pärchen aus Perth mit dabei. Zu fünft (inkl. Pilot) gings dann los. Während des Fluges liefen über Kopfhörer Kommentare zum Film Australia und der Pilot hat uns von oben gezeigt, wo „Faraway Downs“ (die Farm im Film) theoretisch stand, wo Hugh Jackman das Reiten gelernt hat und wo Nicole Kidman während der Dreharbeiten wohnte. Die Landschaft der Kimberley ist einfach atemberaubend schön und so weitläufig, dass man sie auf diesem Flug gar nicht komplett sehen konnte. Interesssant war es dann nach dem Essen mit einem Guide im Jeep durch die Landschaft zu fahren. Wir sind zweimal durch einen Fluss gefahren und haben dann den Punkt „besichtigt“, an dem Baz Luhrmann entschieden hat, seinen Film genau dort zu drehen (Bild mit gelber Blume!).  Auf dem Rückflug durfte ich dann vorne neben dem Pilot sitzen – der Platz ist nur zu empfehlen :)

Fitzroy Crossing/Halls Creek/Geikie Gorge – 22.07.-24.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nachmittags ging es von Broome aus knappe 400Kilometer weiter östlich nach Fitzroy Crossing. In der Stadt leben  über 90% Aborigines. Genau wie in Halls Creek haben diese in Fitzroy ein schwerwiegendes Problem mit Alkohol. Über die Grenze ins Northern Territory ist das auch teilweise der Fall (man wird z.B. in Katherine beim Kauf von einem Sixpack Bier oder einer Flasche Wein im Computer registriert).

20 Kilometer von Fitzroy Crossing entfernt befindet sich der Geikie Gorge NP, den wir einen Tag später besucht haben.  Die Gorge besteht aus Kalkstein und der Fitzroy River hat diese Schlucht in den Stein „gerissen“. Leider haben wir eine der Bootstouren verpasst und haben uns deshalb, schlau wie wir waren, in der prallen Mittagshitze auf den Weg zu einer kleinen Wanderung gemacht. Halb tot (so schlimm war es nicht, aber nicht umsonst soll man immer genug Wasser dabei haben) kamen wir dann zurück zu den Campern. Dort haben wir erstmal unseren Wasserhaushalt aufgefüllt, eine Kleinigkeit gegessen und konnten die Sonne genießen.

Diverse „Späße“ mit unseren Parkplatz-Nachbarinnen aus Deutschland müssen hier nicht erwähnt werden. Nur soviel: Deutsche könnten sich in ihrer Art und in ihrem Verhalten echt mehrere Scheiben von Australiern abschneiden!

Broome/Cable Beach – 20.07.-22.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Angekommen in Broome, in der etwa  350 Kilometer vom 80mile Beach entfernten  (ehemaligen) „Perlenhauptstadt der Südhalbkugel“, waren wir, ohne es zu wissen, mit einem 3 1/2 Meter langen  „Saltie“ (einem nicht gerade ungefährlichen Salzwasserkrokodil) im Meer schwimmen. Erfahren haben wir das erst am Abend, als der Strand schon gesperrt war :( So, das war der Knaller mal zu Beginn! Trotzdem haben wir noch ein paar nette Bilder gemacht und die Kamelreiter am Strand gesehen.

Neben dem kurzen Kroko-Badespaß am Cable Beach haben wir in Broome ein bisschen die Gegend erkundet. Wir waren z.B. am berühmten Gantheaume Point, an dem bei Niedrigwasser versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke sichtbar sind. Als wir dort waren, war natürlich kein Niedrigwasser, so konnten wir uns nur eine Geschichte dazu auf einer Tafel anschauen und eine „Kopie“ der Fußabdrücke ansehen. Außerdem waren wir am alten Lighthouse, in dem sich eine ganze Vogelfamilie eingenistet hat :)

Nachdem wir dann am nächsten Morgen ein weiteres Mal schwimmen waren (das Krokodil war laut offizieller Berichte in Richtung Norden weitergeschwommen), haben wir uns dann auf den Weg nach Fitzroy Crossing gemacht.

P.S.: >Broome war um 1910 für seine Perlen berühmt und lockte tausende neue Siedler in den Ort. Nach der Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von Kunst- und Zuchtperlen verlor Broome seine „Bedeutung“, wurde aber in den 50ern wieder ein Standort der Perlenindustrie.<

 
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