Kununurra and Kimberley Region – 24.07.-26.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Am 24.Juli haben wir uns schließlich auf den Weg nach Kununurra gemacht. Die Fahrt dorthin war eigentlich ganz entspannt. Gegen mittag haben wir auf einem kleinen Parkplatz gehalten und wollten eine kurze Tee-Pause machen. So haben wir schnell unsere Stühle ausgepackt, ein schattiges Plätzchen gesucht und Wasser gekocht. Bis dahin war auch noch alles easy. Wir saßen da mit unseren Tassen in den Händen, als ein schicker 4WD mitsamt seiner WILDCAT auf den Parkplatz fuhr.

>Für die, die es nicht wissen: Ein 4WD ist ein Allrad-Fahrzeug und ein Wildcat ist nicht etwa eine wilde Katze. Nein! Es ist ein ziemlich luxiriöser Wohnwagen, der noch ca. 5 ausfahrbare Zimmer hat (naja nicht ganz, aber fast)<

Also, wie gesagt, alles war ok. Dann haben wir wieder alles eingeräumt und uns nach einem “Frauentausch “in die Camper gesetzt. Susanne (mit Birgit im Camper) wollte schon aufs Gas drücken, als ich (mit Martin als Beifahrer) feststellte, dass mein Camper so gar nicht mehr fahren wollte. Ich konnte den Schlüssel drehen wie ich wollte, nix passierte! Die Versuche der beiden anderen Kraftfahrzeugscheinbesitzer waren auch zwecklos – komisch!

Naja nun zur Wildcat. Ich bin dann einfach mal zum Ende des Parkplatzes gelaufen und habe am Luxus-Schlitten geklopft. Wie die Aussies halt sind, hat der Besitzer direkt mal nach dem Rechten geschaut und hatte auch sein Überbrückungskabel dabei :) Zum Glück lief der Wagen wieder, aber jetzt war die Frage, ob die Batterie ein Problem hatte oder ob sonst etwas nicht in Ordnung war.

In Kununurra angekommen ist Susanne mit Martin erstmal einkaufen gefahren. Wir haben uns in der Zwischenzeit auf den Weg zur nächsten Werkstatt gemacht. Birgit musste ich dann leider am Strassenrand stehen lassen, da ja jemand Susanne in die Richtige Strasse winken musste.

Bei Toyota waren die Leute erst ganz nett. Es kam direkt ein Mechaniker raus und hat mal die Batterie getestet – Test: NICHT bestanden! Na klasse, wir brauchten also eine neue Batterie. ” Zum Glück sind wir ja direkt bei Toyota. Die werden schon eine Batterie für einen Toyota haben” DACHTE ICH… Ich hatte, kurz bevor John (Mechaniker Nr.2) zum Camper kam, mit unserer Autovermietung telefoniert und gesagt, dass wir eine neue Batterie bräuchten. Die fanden das ok und wollten das mit der Zahlung dann auch nochmal mit der Werkstatt klären. Nach dem Telefonat zwischen Toyota und Britz schien alles klar zu sein, bis mir dann John mitteilte, dass keine Batterie da sei. Ich war begeistert! ;(

Netterweise hatte John die Idee, mir die Nummer der Batterie aufzuschreiben und mich zur nächsten Werkstatt zu verweisen…dieses Spiel mit der Batterie ging dann weiter zu Werkstatt Nr.4. Dort gab es endlich einen mutigen Mechaniker. Dieser hatte zwar auch kein passenden Modell, hatte aber die Idee, bei einem Hersteller anzurufen. Dieser teilte ihm promt mit, dass man auch eine andere Batterie einsetzen könne. Lange rede, kurzer Sinn: Wir hatten eine neue Batterie – juju! :)

Dummerweise hat sich das Ganze etwas hingezogen und Birgit stand immer noch am Strassenrand – ohne Wasser, ohne Handyempfang und ohne die in der Zwischenzeit dagewesene Susanne. Die war nämlich schon wieder weg, um einen Campingplatz klarzumachen. Naja, wir haben uns dann auf den Weg gemacht, Susanne zu finden. Man hätte es sich ja schon fast denken können, dass die beiden nicht da waren, wo wir sie vermuteten – denn diesen Platz schien es gar nicht zu geben! Es gab ja noch eine zweite Option. An diesem Platz haben wir gefragt, ob Susanne schon eingecheckt hätte, aber der Dame hinterm Tresen war Susanne völlig unbekannt (sie war etwa 20min vorher DORT, wie kann man das vergessen???) Wir wollten also schon wieder weiterfahren, da stehen Martin und Susanne plötzlich vor uns. Die beiden hatten sich in der Zwischenzeit einen anderen Platz angeguckt und hatten sich dann doch noch umentschieden.

Ne, ne, ne was ein Durcheinander an diesem Tag :( Letztendlich hatten wir uns alle wiedergefunden und sogar noch einen tollen Anblick am Abend. Hunderttausende von Flughunden flogen minutenlang über den Campingplatz – einfach unglaublich!

Am nächsten morgen sind Susanne und Martin richtung Katherine weitergefahren, da sie weniger Zeit hatten als Birgit und ich. Wir hatten uns aber einfach mal einen Treffpunkt ausgemacht – zu meinem Geburtstag wollten wir uns in Litchfield sehen… :)

Birgit und ich hatten ein paar Tage zuvor eine Tour gebucht, zu der wir an diesem Morgen aufbrachen. Es ging zum Flughafen – genauer: zum Hangar von Alligator Airways und zur “Australia – The Movie – The Tour”!!! :)

Wie es das Schicksal so wollte, gab es wohl Probleme mit dem Flugzeug. Da die Prüfung der Maschine die Tour verzögerte, wurden wir erstmal in ein nettes Café gefahren und durften auf Kosten der Airline ein Käffchen trinken und Kuchen essen :) Vom Pilot höchstpersönlich wurden wir dann wieder abgeholt und zum Flughafen gebracht. Neben uns beiden war noch ein Pärchen aus Perth mit dabei. Zu fünft (inkl. Pilot) gings dann los. Während des Fluges liefen über Kopfhörer Kommentare zum Film Australia und der Pilot hat uns von oben gezeigt, wo “Faraway Downs” (die Farm im Film) theoretisch stand, wo Hugh Jackman das Reiten gelernt hat und wo Nicole Kidman während der Dreharbeiten wohnte. Die Landschaft der Kimberley ist einfach atemberaubend schön und so weitläufig, dass man sie auf diesem Flug gar nicht komplett sehen konnte. Interesssant war es dann nach dem Essen mit einem Guide im Jeep durch die Landschaft zu fahren. Wir sind zweimal durch einen Fluss gefahren und haben dann den Punkt “besichtigt”, an dem Baz Luhrmann entschieden hat, seinen Film genau dort zu drehen (Bild mit gelber Blume!).  Auf dem Rückflug durfte ich dann vorne neben dem Pilot sitzen – der Platz ist nur zu empfehlen :)

Fitzroy Crossing/Halls Creek/Geikie Gorge – 22.07.-24.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nachmittags ging es von Broome aus knappe 400Kilometer weiter östlich nach Fitzroy Crossing. In der Stadt leben  über 90% Aborigines. Genau wie in Halls Creek haben diese in Fitzroy ein schwerwiegendes Problem mit Alkohol. Über die Grenze ins Northern Territory ist das auch teilweise der Fall (man wird z.B. in Katherine beim Kauf von einem Sixpack Bier oder einer Flasche Wein im Computer registriert).

20 Kilometer von Fitzroy Crossing entfernt befindet sich der Geikie Gorge NP, den wir einen Tag später besucht haben.  Die Gorge besteht aus Kalkstein und der Fitzroy River hat diese Schlucht in den Stein “gerissen”. Leider haben wir eine der Bootstouren verpasst und haben uns deshalb, schlau wie wir waren, in der prallen Mittagshitze auf den Weg zu einer kleinen Wanderung gemacht. Halb tot (so schlimm war es nicht, aber nicht umsonst soll man immer genug Wasser dabei haben) kamen wir dann zurück zu den Campern. Dort haben wir erstmal unseren Wasserhaushalt aufgefüllt, eine Kleinigkeit gegessen und konnten die Sonne genießen.

Diverse “Späße” mit unseren Parkplatz-Nachbarinnen aus Deutschland müssen hier nicht erwähnt werden. Nur soviel: Deutsche könnten sich in ihrer Art und in ihrem Verhalten echt mehrere Scheiben von Australiern abschneiden!

Broome/Cable Beach – 20.07.-22.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Angekommen in Broome, in der etwa  350 Kilometer vom 80mile Beach entfernten  (ehemaligen) “Perlenhauptstadt der Südhalbkugel”, waren wir, ohne es zu wissen, mit einem 3 1/2 Meter langen  “Saltie” (einem nicht gerade ungefährlichen Salzwasserkrokodil) im Meer schwimmen. Erfahren haben wir das erst am Abend, als der Strand schon gesperrt war :( So, das war der Knaller mal zu Beginn! Trotzdem haben wir noch ein paar nette Bilder gemacht und die Kamelreiter am Strand gesehen.

Neben dem kurzen Kroko-Badespaß am Cable Beach haben wir in Broome ein bisschen die Gegend erkundet. Wir waren z.B. am berühmten Gantheaume Point, an dem bei Niedrigwasser versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke sichtbar sind. Als wir dort waren, war natürlich kein Niedrigwasser, so konnten wir uns nur eine Geschichte dazu auf einer Tafel anschauen und eine “Kopie” der Fußabdrücke ansehen. Außerdem waren wir am alten Lighthouse, in dem sich eine ganze Vogelfamilie eingenistet hat :)

Nachdem wir dann am nächsten Morgen ein weiteres Mal schwimmen waren (das Krokodil war laut offizieller Berichte in Richtung Norden weitergeschwommen), haben wir uns dann auf den Weg nach Fitzroy Crossing gemacht.

P.S.: >Broome war um 1910 für seine Perlen berühmt und lockte tausende neue Siedler in den Ort. Nach der Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von Kunst- und Zuchtperlen verlor Broome seine “Bedeutung”, wurde aber in den 50ern wieder ein Standort der Perlenindustrie.<

80mile-Beach – 18.07.-20.07.09

•23/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Mit einem Zwischenstop beim Auskie Roadhouse (auf dem Weg sind wir neben einem Waldbrand vorbei gefahren) und einer Shoppingtour in Port Hedland gings dann ganz spontan noch zum 80-mile Beach. Warum so spontan? Jaa, mit meiner Wonni hab ich etwas länger telefoniert, während die anderen schon die Einkaufswagen durch den “Wooli” geschoben haben. Yvonne und Micha hatten nach 3 Wochen endlich mal wieder Empfang und wir hatten Glück, dass wir auch zur gleichen Zeit Empfang hatten. Wir hatten schon in Brissie ausgemacht, dass wir uns auf der Reise treffen und dann zusammen einen Ausflug machen oder so. Ich hatte schon das ungute Gefühl, dass wir vllt. schon aneinander vorbeigefahren sein könnten, aber das war zum Glück nicht der Fall. Wir waren ca. 300-400Kilometer voneinander entfernt. Die beiden wollten sich kurze Zeit später von Broome auf den Weg zum 80-mile Beach machen (dort hat man KEINEN Empfang!) und wir wollten eigentlich abends ein schönes BBQ in Port Hedland machen. So weit so SCHLECHT. Denn so würden wir uns nicht treffen können. Die 2 wollten nur eine nacht am 80-mile Beach bleiben und dann Richtung Port Hedland. Wir wollten am selben Tag fahren, aber halt in die andere Richtung. So hätten wir uns höchstens “on the road” begegnen können, was natürlich nicht so toll gewesen wäre. Naja, sicherheitshalber hab ich Yvonne unser Nummernschild genannt und gesagt, dass wir momentan mit zwei Campern von Britz in einer Kolonne fahren. Nach der vergeblichen Suche nach einem Campingplatz am Strand und bei einem kurzen Tankstop haben wir allerdings entschieden, einfach weiter zu fahren – zum 80-mile Beach! Natürlich hab ich den anderen vorher 1000mal gesagt, dass ich die anderen 2 gerne wiedersehen wollte und dass das ja schon so ausgemacht war. Tja nun wusste ich, dass Yvonne und Micha bereits auf dem Weg waren und keinen Empfang hatten…wir würden innerhalb der nächsten Kilometer auch keinen mehr haben…Im Dunklen über eine kurze unsealed-Strecke endlich am 80mile Beach angekommen, hab ich in der Rezeption direkt mal gefragt, ob eine gewisse Frau Lemke zufällig eingecheckt hätte – und wie es das Schicksal so wollte hatten die beiden einen Platz in der selben Reihe :) (wir waren also quasi Campnachbarn!)

Also haben wir uns auf den Weg zu unserem Platz gemacht und ich hab Micha (vorm Camper sitzend) direkt erkannt. Susanne hat noch fröhlich gehupt und die beiden haben zu uns rüber geschaut.

>Im selben moment bei Yvonne und Micha. Die beiden saßen beim Essen und werden plötzlich von Scheinwerfern geblendet. Beide erkennen einen Britz-Camper und wundern sich, dass da auch noch jemand hupt. “Das kann doch alles nicht sein, da ist noch ein Britz dahinter…das könnten die doch sein, oder??” So oder so ähnlich war die Reaktion der beiden bevor sie aufgesprangen und in unsere Richtung liefen<

“Ja wir sind es”, “Ach wie cool, ich dachte gleich, dass ihr es seid”, “Hey Caro,…” usw. Erstmal haben wir alle durcheinander geredet und nach dem perfekten Einparken im Dunklen konnten wir uns erstmal richtig begrüßen.

Wir haben noch schnell was gegessen, als Yvonne und Micha gespült haben. Danach saßen wir noch zwischen den Campern zusammen und haben den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten Tag war Waschen und die große Putzaktion der Camper angesagt. Also haben wir zusammen 4 Maschinen gewaschen, aufgehangen etc. und die Betten frisch bezogen, roten Sand aus jeder Ecke gepult und und und. Ich hab mich dann mal auf den Weg zum Strand gemacht und mit Wonni in der Sonne gelegen – Micha hat sich im Angeln versucht.

Abends haben wir eine kleine Foto-Session am Strand gemacht, wobei der Sonnenuntergang einfach fantastisch war. Danach gab zum BBQ Hähnchen, Känguruh, Gemüse, Kartoffeln und Brot. Wein und Bier gab es zudem als flüssige “Beilage”.

Am nächsten morgen hieß es dann wieder Abschied nehmen. Wegen uns hatten die zwei einen Extra-Tag am 80-mile Beach eingelegt und mussten sich nun auf den Weg machen. Für uns sollte es etwas später gen Nord-West weitergehen. Das Treffen war super und ich freu mich schon, euch wiederzusehen :)

Tom Price and Karijini Nationalpark – 16.07.-18.07.09

•21/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nach Coral Bay ging es am 16.07 dann zum Karijini NP.  Eigentlich wollten wir uns dort an einem bestimmten Campingplatz mit Susanne und Martin treffen, aber das ganze war dann doch etwas schwieriger als gedacht :)

Den Platz, den wir ausgemacht hatten, war schon völlig überlaufen und zu weit entfernt von Tom Price (dem Ort, an dem wir gerade angekommen waren). Dazu kam noch, dass wir keinen Handyempfang hatten und selbst wenn wir welchen gehabt hätten, hätte Susanne kein Handy dabei, um mit uns Kontakt aufzunehmen :(

So haben wir uns auf den Weg zur Touristeninformation gemacht. Das ist für gewöhnlich ein Ort, den man zuerst ansteuert, wenn man keine Straßenkarte der Umgebung hat usw. Dort haben wir einen Zettel für die beiden an die Tür kleben lassen, den die zwei aber nie gelesen haben – sie waren nämlich nie bei dieser Touristeninformation. Auf dem Zettel stand meine Handynummer, unser Aufenthaltsort etc.

Als nächsten möglichen Ort, an dem man sich evtl. hätte treffen könnte, haben wir Port Hedland ausgemacht für ein paar Tage später. Wer konnte den ahnen, dass wir uns in Karijini wirklich nicht finden? So haben wir nur sicherheitshalber mal in Tom Price einen Platz neben uns reserviert und auch eine Personenbeschreibung an der Rezeption hinterlassen – sicher ist sicher. Und wenn nicht, wir würden uns ja in Port Hedland sehen.

Tja und was passiert ist, ist eigentlich kaum zu glauben. Susanne und Martin hätten es, da sie später losgefahren sind und auch noch Probleme mit dem Wagen hatten, auch nicht mehr zum eigentlichen Treffpunkt geschafft. Zur Touristeninfo sind sie, wie gesagt, auch nicht gefahren. So wussten sie nichts von unserer Nachricht und das der ausgemachte Campingplatz eh voll war.

Ein netter Australier, der durch geschicktes Rückwärtsfahren noch den Stein aus Susannes´Camperbremse manövriert hat, hat ihr und Martin einen anderen Campingplatz ganz in der Nähe empfohlen. Er war so nett, dass er soagr noch mit seinem Motorrad voraus gefahren ist, um ihnen den Weg zu zeigen :)

Inzwischen hatten Birgit und ich unseren Platz und hatten gegessen. Wir waren gerade mit dem spülen fertig, da kommt Birgit ein Britz-Camper an der Rezeption mächtig bekannt vor – vorher haben wir ab und an schon mal in diese Richtung geguckt, denn es hätte ja zufällig sein können, dass die 2 noch auftauchen.

Und siehe da, im Rezeptionshäuschen wundert sich Susanne gerade, dass für sie schon ein Platz reserviert ist, als ich mit einem Messer in der Hand zur Tür hineinschneie :)

So oder so ähnlich hat sich das ganze abgespielt und es war sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir uns “zufällig” wieder über den Weg laufen :)

Nach einer eiskalten Nacht und einer “erfrischenden” Dusche in Tom Price gings es zum Karijini NP. Dort hatten wir richtig viel Spaß – campen im Bush (ohne Strom und Wasser) mit einem Plumpsklo in etwa 200m Entfernung, welches bei Susanne schon beim bloßen Anblick einen Lippenherpes verursacht hat.

Am ersten Tag dort sind wir durch eine Schlucht gewandert und eine Abkühlung im Rock Pool war für zwei von uns auch noch drin. Ich glaube, wir hatten schon die Vorahnung, dass es die nächsten zwei Tage keine Dusche gibt :)

Am zweiten Tag im Karijini gings dann über 50km unsealed Road (eine nicht geteerte Strasse, sehr uneben und staubig!!!) zur zweiten großen Schlucht. Diesesmal hatten alle ihre Badesachen dabei, welche sich auch nach kurzer Zeit schon als sehr nützlich herausstellen sollten.

An einer Stelle der Schlucht waren uns zu viele Touristen auf einmal und so sind wir schonmal in eine andere Richtung gelaufen. Relativ schnell kamen wir zu einer Stelle unseres “Wanderweges”, an dem es nur noch durchs Wasser weiterging. Also nichts wie raus aus den Wanderschuhen und rein ins Vergügen :) Bis zur Hüfte im Wasser und bepackt mit Rucksäcken und Klamotten ging es dann weiter – das Wasser war auch kaum kalt :(

Nach kurzer Zeit hatten wir für noch kürzere Zeit wieder Boden (ohne Wasser) unter den Füßen. Dann kam uns jemand entgegen, der meinte, dass man an einer anderen Stelle schwimmen müsste – wir fingen also schon an zu überlegen, was wir mit Sack und Pack machen sollten.

Als es dann den kleinen Wasserfall runterging (am Seil), hatten wir noch das ganze Zeug dabei. Dann haben wir so gut wie alles (bis auf die Kameras) in der Schlucht gelassen (und gehofft, dass es keiner klaut) und haben uns wieder auf den weg gemacht. Nachdem es an manchen Ecken schon echt haarig wurde, hab ich dann kurzerhand die Kamera in einer Felsspalte gelassen und Birgit hat ihr Shirt auch gleich dagelassen. Susanne ließ sich nicht beirren, was ihrer Kamera fast das Leben gekostet hätte. An der Stelle angekommen, wo dann nur noch der blaue Pfad weiterging (blau=mit Kletterausrüstung!; einen Teil von unserer Strecke hatte schon helmpflicht!), haben wir umgedreht und schon gings wieder durchs a….-kalte Nass zurück. Da haben wir wieder die Kamera eingesammelt und unsere restlichen Sachen waren auch noch da. Zu unser aller Begeisterung hatte sich in der Zwischenzeit eine Sport-LK-Klasse abgeseilt und 3 mutige waren ebenfalls auf dem Stück unterwegs, von dem wir gerade kamen.

Als etwas schwierig (zumindest für mich) erwies sich dann der Aufstieg des Wasserfalls zurück zum Teil der Schlucht, wo man wieder über Stock und Stein laufen kann. Meine Schuhe sind vllt. gut zum Wandern, aber als Kletterhilfe auf glatten Steinen sind sie nicht zu empfehlen.

Letztendlich sind wir alle heil wieder aus der Schlucht raus und es war einfach super :) Im Karijini hatten wir außerdem den schönsten Sternenhimmel von den ganzen tollen Sternenhimmeln, die man in Australien sehen kann.

Achja, einfach nur zu empfehlen :)

Coral Bay – 13.07.-15.07.09

•20/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nach Carnavon ging es für 2 Nächte ca. 250km weiter nach Coral Bay. Wir sind nachmittags angekommen und haben uns erstmal den kleinen Ort am Meer angeschaut. Eigentlich hatten wir geplant nach Coral Bay noch einen Tag nach Exmouth zu fahren um mit Walhaien zu schnorcheln. Als ich bei dem Veranstalter der Tour nachfragen wollte, wie teuer das Ganze wird, meinte die Dame am Telefon nur: “Das ist heute der erste Tag, an dem wir keine Walhaie gesichtet haben. Wenn sie eine Tour machen und keinen sehen, kommen sie einfach am nächsten Tag nochmal”… Naja, das war mir alles zu unsicher, da das ganze nicht gerade günstig war und wir auch noch einige Kilometer vor uns hatten. So haben wir uns die 310km hin und zurück gespart und haben einen Schnorchelausflug in Coral Bay gemacht, bei dem wir Susanne und Martin kennengelernt haben. Auf dem Trip konnten wir sogar mit Manta-Rochen schnorcheln – leider war das Wasser etwas trüb und wir hatten viel Wellengang. Entschädigung gab es aber durch den supertollen Anblick der “gemütlichen” Wale. Abends haben wir uns noch mit Susanne und Martin getroffen und haben uns für die Tour auch nochmal verabredet (wie das ganze gelaufen ist, folgt später!)

Bei meiner nächsten Reise werde ich die Walhaie auf jeden Fall sehen, genau wie den großen Weißen in Port Lincoln – freu mich jetz schon. Yipieeeh :)

P.S.: Meine Unterwasser-Kamera ist noch im Paket unterwegs von Australien. Manta-Fotos folgen hoffentlich bald :)

Carnavon and Blow Hole – 12.07.09

•20/09/2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Etwa 900 Kilometer von Perth entfernt liegt Carnavon, die nächste Station unserer Westcoast-Tour. In dem Örtchen gibt es eine ehemalige Satellitenbeobachtungsstation (“The Big Dish”) und in der Nähe liegen die sogenannten Blow Holes. Hier spritzen die ankommenden Wellen durch Löcher etwa 20m in die Höhe!

Irgendwie kann ich keine Videos hochladen. Hm, muss hier nochmal schauen, wie das funktioniert und dann kommen auch Videos vom Blow Hole, den Delfinen, Waldbrand etc. :)

 
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