Am 24.Juli haben wir uns schließlich auf den Weg nach Kununurra gemacht. Die Fahrt dorthin war eigentlich ganz entspannt. Gegen mittag haben wir auf einem kleinen Parkplatz gehalten und wollten eine kurze Tee-Pause machen. So haben wir schnell unsere Stühle ausgepackt, ein schattiges Plätzchen gesucht und Wasser gekocht. Bis dahin war auch noch alles easy. Wir saßen da mit unseren Tassen in den Händen, als ein schicker 4WD mitsamt seiner WILDCAT auf den Parkplatz fuhr.
>Für die, die es nicht wissen: Ein 4WD ist ein Allrad-Fahrzeug und ein Wildcat ist nicht etwa eine wilde Katze. Nein! Es ist ein ziemlich luxiriöser Wohnwagen, der noch ca. 5 ausfahrbare Zimmer hat (naja nicht ganz, aber fast)<
Also, wie gesagt, alles war ok. Dann haben wir wieder alles eingeräumt und uns nach einem “Frauentausch “in die Camper gesetzt. Susanne (mit Birgit im Camper) wollte schon aufs Gas drücken, als ich (mit Martin als Beifahrer) feststellte, dass mein Camper so gar nicht mehr fahren wollte. Ich konnte den Schlüssel drehen wie ich wollte, nix passierte! Die Versuche der beiden anderen Kraftfahrzeugscheinbesitzer waren auch zwecklos – komisch!
Naja nun zur Wildcat. Ich bin dann einfach mal zum Ende des Parkplatzes gelaufen und habe am Luxus-Schlitten geklopft. Wie die Aussies halt sind, hat der Besitzer direkt mal nach dem Rechten geschaut und hatte auch sein Überbrückungskabel dabei
Zum Glück lief der Wagen wieder, aber jetzt war die Frage, ob die Batterie ein Problem hatte oder ob sonst etwas nicht in Ordnung war.
In Kununurra angekommen ist Susanne mit Martin erstmal einkaufen gefahren. Wir haben uns in der Zwischenzeit auf den Weg zur nächsten Werkstatt gemacht. Birgit musste ich dann leider am Strassenrand stehen lassen, da ja jemand Susanne in die Richtige Strasse winken musste.
Bei Toyota waren die Leute erst ganz nett. Es kam direkt ein Mechaniker raus und hat mal die Batterie getestet – Test: NICHT bestanden! Na klasse, wir brauchten also eine neue Batterie. ” Zum Glück sind wir ja direkt bei Toyota. Die werden schon eine Batterie für einen Toyota haben” DACHTE ICH… Ich hatte, kurz bevor John (Mechaniker Nr.2) zum Camper kam, mit unserer Autovermietung telefoniert und gesagt, dass wir eine neue Batterie bräuchten. Die fanden das ok und wollten das mit der Zahlung dann auch nochmal mit der Werkstatt klären. Nach dem Telefonat zwischen Toyota und Britz schien alles klar zu sein, bis mir dann John mitteilte, dass keine Batterie da sei. Ich war begeistert! ;(
Netterweise hatte John die Idee, mir die Nummer der Batterie aufzuschreiben und mich zur nächsten Werkstatt zu verweisen…dieses Spiel mit der Batterie ging dann weiter zu Werkstatt Nr.4. Dort gab es endlich einen mutigen Mechaniker. Dieser hatte zwar auch kein passenden Modell, hatte aber die Idee, bei einem Hersteller anzurufen. Dieser teilte ihm promt mit, dass man auch eine andere Batterie einsetzen könne. Lange rede, kurzer Sinn: Wir hatten eine neue Batterie – juju!
Dummerweise hat sich das Ganze etwas hingezogen und Birgit stand immer noch am Strassenrand – ohne Wasser, ohne Handyempfang und ohne die in der Zwischenzeit dagewesene Susanne. Die war nämlich schon wieder weg, um einen Campingplatz klarzumachen. Naja, wir haben uns dann auf den Weg gemacht, Susanne zu finden. Man hätte es sich ja schon fast denken können, dass die beiden nicht da waren, wo wir sie vermuteten – denn diesen Platz schien es gar nicht zu geben! Es gab ja noch eine zweite Option. An diesem Platz haben wir gefragt, ob Susanne schon eingecheckt hätte, aber der Dame hinterm Tresen war Susanne völlig unbekannt (sie war etwa 20min vorher DORT, wie kann man das vergessen???) Wir wollten also schon wieder weiterfahren, da stehen Martin und Susanne plötzlich vor uns. Die beiden hatten sich in der Zwischenzeit einen anderen Platz angeguckt und hatten sich dann doch noch umentschieden.
Ne, ne, ne was ein Durcheinander an diesem Tag
Letztendlich hatten wir uns alle wiedergefunden und sogar noch einen tollen Anblick am Abend. Hunderttausende von Flughunden flogen minutenlang über den Campingplatz – einfach unglaublich!
Am nächsten morgen sind Susanne und Martin richtung Katherine weitergefahren, da sie weniger Zeit hatten als Birgit und ich. Wir hatten uns aber einfach mal einen Treffpunkt ausgemacht – zu meinem Geburtstag wollten wir uns in Litchfield sehen…
Birgit und ich hatten ein paar Tage zuvor eine Tour gebucht, zu der wir an diesem Morgen aufbrachen. Es ging zum Flughafen – genauer: zum Hangar von Alligator Airways und zur “Australia – The Movie – The Tour”!!!
Wie es das Schicksal so wollte, gab es wohl Probleme mit dem Flugzeug. Da die Prüfung der Maschine die Tour verzögerte, wurden wir erstmal in ein nettes Café gefahren und durften auf Kosten der Airline ein Käffchen trinken und Kuchen essen
Vom Pilot höchstpersönlich wurden wir dann wieder abgeholt und zum Flughafen gebracht. Neben uns beiden war noch ein Pärchen aus Perth mit dabei. Zu fünft (inkl. Pilot) gings dann los. Während des Fluges liefen über Kopfhörer Kommentare zum Film Australia und der Pilot hat uns von oben gezeigt, wo “Faraway Downs” (die Farm im Film) theoretisch stand, wo Hugh Jackman das Reiten gelernt hat und wo Nicole Kidman während der Dreharbeiten wohnte. Die Landschaft der Kimberley ist einfach atemberaubend schön und so weitläufig, dass man sie auf diesem Flug gar nicht komplett sehen konnte. Interesssant war es dann nach dem Essen mit einem Guide im Jeep durch die Landschaft zu fahren. Wir sind zweimal durch einen Fluss gefahren und haben dann den Punkt “besichtigt”, an dem Baz Luhrmann entschieden hat, seinen Film genau dort zu drehen (Bild mit gelber Blume!). Auf dem Rückflug durfte ich dann vorne neben dem Pilot sitzen – der Platz ist nur zu empfehlen




































































































































