Uluru-Kata Tjuta Nationalpark – 10.08.-12.08.09 :)

•06/11/2009 • Schreibe einen Kommentar

Soo, hier jetzt auch noch die ein oder anderen Infos zu unseren Tagen im Uluru- Kata Tjuta Nationalpark.

Wie schon im Artikel davor beschrieben, haben wir Mona auf unserer Fahrt mit dem Ghan kennengelernt. Wir hatten uns schon auf 3 tolle Tage zusammen auf unserer ROCK TOUR gefreut, aber wir sind dummerweise auf verschiedene Busse aufgeteilt worden 😩

Am Montag morgen gegen 6h ging es dann erstmal Richtung TourbĂŒro um alle Daten zu prĂŒfen. Haben alle bezahlt? Wer braucht noch einen Schlafsack, hat jeder eine große Flasche Wasser dabei? etc.pp. In den 2 Bussen sitzend ging es dann irgendwann nach 7h los Richtung Nationalpark. Von Alice Springs sind dies etwa 447 km! Nach nicht allzu langer Zeit kam unser Tourguide Greg auf die fabelhafte Idee, dass wir uns ja alle mal gegenseitig vorstellen könnten – mit Mikrofon vorne zw. Fahrer-und Beifahrersitz hockend. Es ging los mit Tomasz, der auf eben diesem Beifahrersitz saß. Er ist Slowake, der in Italien Englisch unterrichtet. Ich denke, dass er wegen seinen pĂ€dagogischen FĂ€higkeiten dazu verdonnert wurde, immer am Ende der Gruppe zu laufen, damit keiner verloren geht…

Tja ich saß schon direkt in der zweiten Reihe und war dementsprechen frĂŒh dran mit dem Vorstellungsprogramm. Neben meinem Namen, der Herkunft und dem Alter wollte man auch den Grund wissen, warum ich Australien war und natĂŒrlich meine Lieblingsfarbe. Dann ging es von Reihe zu Reihe weiter mit Kevin (Korea?), Birgit (D), Estelle & Jonathan (Nantes, FRA), Carmel & Lesley (AUS), Holger, Beate & Anja (D), Marie & Sophie (Corse et Paris, FRA), Julia & CĂ©line (D), Kai (D) und Mert (TĂŒrkei) – nicht zu vergessen natĂŒrlich Dr. Jason und seine Sarah aus New York City! (auf die beiden komme ich spĂ€ter nochmal zurĂŒck). Alles in allem eine bunt gemischte Truppe mit einem leichten deutschen Überhang 🙂

Das erste Ziel der Tour war der Watarrka, welcher unter den MitteleuropĂ€ern eher als Kings Canyon bekannt ist. Auf dem Weg dorthin haben wir Adler beim Beuetfang beobachtet und Dromedare beim Spaziergang im Bush 🙂 Dort angekommen haben wir uns alle unsere Kameras und Wasserflaschen geschnappt und es ging zur Besteigung des Heart-Attack Hills (des Herzinfarkt-HĂŒgels), der wohl zu Recht diesen Namen trĂ€gt, wenn man zu schnell geht und kein Wasser bei sich hat.

Fortsetzung folgt: Wattarka, Bush Camp, Autopanne, Kata Tjuta, Uluru Mala Walk and Sunset, Camp2, Uluru Sunrise, back to Alice, ToddyÂŽs…

Ghan – 08.08.-09.08.09

•06/11/2009 • Schreibe einen Kommentar

Nach der Indian Pacific-Fahrt im SĂŒden (ca. 2800km von Adelaide nach Perth) ging es im August mit dem legendĂ€ren Ghan die knapp 1.500 km von Darwin ins rote Zentrum nach Alice Springs. Auf der Fahrt hatten wir den selben „Night-Manager“ wie schon im Indian Pacific, aber das restliche Personal war eher unfreundlich. Vor allem die alte Hexe und Speisewagen-Chefin Andrea ging uns (Mona, Birgit und mir) richtig auf die Nerven 😩

Eine Pause von Adreas tödlichem Blick hatten wir bei unserem Stop in Katherine, wo ich mit Birgit ja schon einmal war. Da es da in der kĂŒrze der Zeit nicht allzu viel zu tun gab, waren wir ein bisschen bummeln und was essen. Naja man hĂ€tte auch was tolles machen können, aber so ein Heli-Rundflug ist halt auch nicht gerade ein SchnĂ€ppchen!

Im Gegensatz zum Indian Pacific war es im Ghan schon nicht gern gesehen, wenn man nur mit einem Tee im Speisewagen saß. Man kann ja zu dritt auch problemlos 6 Tische voll besetzen und deshalb kann niemand sonst was essen!? Naja manche Leute habens halt mit den Augen und dann auch noch ganz viele andere Probleme. Es ging dann soweit, dass alle beim Ausstieg in Alice verabschiedet wurden, nur wir drei wurden blöd angeguckt und Andrea hĂ€tte wohl am liebsten das Treppchen zum barrierefreien Ausstieg weggezogen.

Die Fahrt an sich war abgesehen von Andrea ok und die Nacht war auch einigermaßen ertrĂ€glich – wir wussten ja, was schlaftechnisch auf uns zukam 🙂

Außerdem haben wir Mona im Ghan kennengelernt, die auch in Alice Springs aussteigen wollte. Noch besser war es, dass sie sogar die gleiche 3Tages-Tour zum Uluru-Kata Tjuta NP gebucht hatte. So konnten wir abends in Alice Springs noch zusammen in unserem Hostel Nudeln kochen und ein bisschen was fĂŒr die nĂ€chsten Tage planen….dies war allerdings mehr oder weniger umsonst… 😩

Darwin – 02.08-08.08.09

•26/10/2009 • Schreibe einen Kommentar

Angekommen in Darwin war es erst einmal sehr komisch ohne fahrbaren Untersatz unterwegs zu sein. Am ersten Tag dort hatten wir unseren „Tuppi“ noch, um unser gesamtes GepĂ€ck in ein Hostel zu bringen und uns die Gegend ein wenig anzuschauen. Am zweiten Tag hieß es dann Abschied nehmen und es ging wieder zu Fuß innerhalb einer Stadt weiter. Meiner Meinung nach waren fĂŒnf Tage irgendwie zu lang fĂŒr Darwin, es sei denn man hĂ€tte noch das Geld fĂŒr einen Ausflug zu den Tiwi Islands gehabt. Naja es war ja trotzdem nicht schlecht – vom Hostel abgesehen 🙂

In Darwin haben wir am zweiten Abend eine schöne Bootstour gemacht und 2 Tage spĂ€ter waren wir im Deckchair Cinema. Dies ist ein Open-Air Kino bei dem man in StrandstĂŒhlen liegt und den Film genießt. Dummerweise lief nur der Streifen „Gomorrha“ in italienisch mit englischen Untertiteln 😩 – wenigstens weiß man jetz noch mehr, dass man der Mafia nicht vertrauen sollte 🙂

Donnerstag Abend haben wir uns dann den berĂŒhmten Sunset Market am Mindil Beach angeschaut. Am Strand selbst haben wir zunĂ€chst einen Bekannten aus dem Litchfield NP getroffen und dann haben wir beim Schlendern ĂŒber den Markt festgestellt, dass Krokodil einfach sch.. schmeckt! Der Markt an sich ist ziemlich cool. Wo sonst fĂ€ngt ein Markt erst an, wenn es dunkel wird? NatĂŒrlich gab es auch viel Ramsch, Kitsch und unnĂŒtzen Kram, aber das ein oder andere war schon interessant. Zur tollen AtmosphĂ€re trugen auch verschiedene Musiker bei, die quer ĂŒber den Markt verteilt ihre StĂ€nde aufgestellt hatten.

Kakadu Nationalpark – 31.07-02.08.09

•05/10/2009 • Schreibe einen Kommentar

Mit neuem GefĂ€hrt gings dann vom Litchfield NP zum Kakadu NP. Eigentlich war es ganz nett, nun einen neuen Camper (ohne roten Sand ĂŒberall) zu haben…aber irgendwas fehlte. Nach ca. 120km Fahrt kam uns dann ein Road Train entgegen und hat den Camper mit einem netten Steinschlag auf der Windschutzscheibe wieder heimisch erscheinen lassen 🙂

Im Vergleich zum Litchfield Park gab es im Kakadu etliche, endlos nervende Mozzies (Mosquitos). Wir hatten uns zwar schon mit Duftkringeln gegen diese Mistviecher ausgestattet und auch Insektenspray fĂŒr die Haut gekauft, aber dennoch haben sie knallhart zugeschlagen 😩 Also bei mir waren es etwa 30 Stiche pro Bein, die bei viel Sonneneinstrahlung um das doppelte anschwellen konnten, Birgit hatte ca. 0,5 Stiche, wenn ĂŒberhaupt…Naja spĂ€ter hatte sie aber gaaaannnzz fiese kleine Mini-Stiche ĂŒberall an den FĂŒĂŸen – ob diese von Ameisen waren oder anderem Getier konnte nicht sicher festgestellt werden.

Den ersten Abend haben wir an den berĂŒhmten Yellow Waters verbracht. Allerdings waren wir nicht pĂŒnktlich zum Sonnenuntergang am See, sodass wir das gelb leuchtende Schauspiel nicht miterleben konnten. Am nĂ€chsten Tag haben wir uns neben dem Nourlangie Rock auch die Malereien am Ubirr angeschaut. Der Ausblick von oben auf die Wetlands war einfach phantastisch 🙂

Auf unserem Campingplatz am zweiten Tag hatten wir neben dem fiesen Tierchen aber noch Besuch von einem KĂ€nguruh… – die RiesenkrĂ€hen waren allerdings nach stĂ€ndigem Umkreisen unseres Tisches etwas unheimlich..

Da wir kein Allrad-Fahrzeug hatten, konnten wir uns im Kakadu nicht viel mehr Attraktionen ansehen. Interessant wĂ€ren noch die Jim Jim Falls und die Twin Falls (WasserfĂ€lle im sĂŒdlichen Teil des Parks) gewesen. Da wir aber zur Trockenzeit im Kakadu waren, fĂŒhrte die FĂ€lle wenig oder gar kein Wasser. Die Strassen im Park waren zudem fast nur von abgerannten WaldstĂŒcken umgeben, was nicht sehr eindrucksvoll war. Wie fĂŒr viele andere war fĂŒr mich der Litchfield Nationalpark schöner und er sollte ebenfalls zum World Heritage ernannt werden…

Litchfield Nationalpark – 29.07.-31.07.09

•28/09/2009 • Schreibe einen Kommentar

Von Katherine aus sind wir auf dem Stuart Highway Richtung Darwin gefahren und haben den ersten Stop im Litchfield Nationalpark geplant. Dort wollten wir uns eigentlich am 30.07. (zu meinem Geburtstag) mit Susanne und Martin treffen. So hĂ€tte man noch anstoßen können… Tja nun waren wir aber schon einen Tag frĂŒher dort. Wir waren uns nicht sicher, ob die beiden schon vom Kakadu NP zurĂŒck waren und daher wollten wir mal sehen, ob die zwei schon auf dem geplanten Campingsplatz waren. Dort waren sie natĂŒrlich nicht und auch nicht auf der Campingplatz-Option Nr.2. Ich war mir eigentlich sicher, dass Susanne nach ihren Angaben schon im Park hĂ€tte sein mĂŒssen. Naja so wars dann aber irgendwie nicht – dachten wir… Um alle eventuellen Möglichkeiten abzuhaken, wo die beiden sein könnten, sind wir in dem Park von einem Wasserfall zum nĂ€chsten gegurkt und haben uns alle möglichen BesucherparkplĂ€tze und Campgrounds angesehen. Sie schienen wirklich noch nicht da zu sein. Am letzten Parkplatz wollten wir gerade schon wieder drehen, als ich hinter ein paar BĂ€umen noch weitere Parkbuchten entdeckt hatte. Wie es das Schicksal so wollte parkte der Britz TXW 498 genau an dieser Stelle 🙂

Um die beiden dann auch tatsĂ€chlich zu erwischen ging Birgit einen Wanderweg entlang und ich hatte einen Blick auf den Parkplatz und die Attraktion dort – das Buley Rock Hole. Nach einem SchwĂ€tzchen mit einem Busfahrer (der auf seine Reisegruppe wartete) und stĂ€ndiges Fliegen-Wegschlagen kamen die drei auf einmal um die Ecke. Nach Birgits ErzĂ€hlungen, haben Martin und Susanne wohl völlig entgeistert geguckt, als sie auf einmal vor ihnen stand. Nach einer kurzen BegrĂŒĂŸung und den Worten „Eigentlich wollten wir erst morgen hier sein“, „Ja wir wollten auch erst morgen hier sein…“ haben wir uns kurzerhand umgezogen und sind noch schwimmen gegangen.

Da weder die beiden noch wir einen Schlafplatz reserviert hatten, wollten wir nun ganz ans Ende des Parks zum Campground an den Wangi Falls fahren. Da es im Litchfield NP aber keine Tankstelle gibt und es mit unserem Tank etwas knapp aussah, mussten wir nochmal raus aus dem Park nach Batchelor. Zuvor hatten wir uns ausgemacht, wo wir uns nach dem Tanken treffen und wo, falls der Platz voll ist und so weiter (unsere Absprachen sind ja mittlerweile bekannt). Wir hatten nur vergessen abzusprechen, was wir machen, wenn die Tankstelle bereits geschlossen hĂ€tte 😩 … Super, sie war noch hell erleuchtet! Dass „Defekt“-Schild an der Unleaded-SĂ€ule, hat uns zunĂ€chst leicht geschockt, aber zum GlĂŒck gab es eine zweite : )

Vollgetankt, aber immer noch im Schwimm-Dress und in ein Handtuch eingewickelt gings dann zurĂŒck zu den Wangi Falls. Etwa 12Kilometer vor dem Ziel meinte ein 5-feet-Kangaroo (1,80m) doch tatsĂ€chlich, es mĂŒsste mir vor den Wagen springen. Klasse, das hatte ja gerade noch gefehlt 😩 Nach ein paar Minuten wurde der Rauch aus dem Motorraum weniger, aber der Schock saß tief. Ich blieb erstmal sitzen wĂ€hrend Birgit gucken wollte, wo das „Opfer“ lag. Ich meinte nur: „Ich glaub es liegt neben mir“, aber tatsĂ€chlich lag es schon hinter dem Camper – drĂŒbergefahren war ich also auch noch 😩 Was sollten wir denn nun machen? Kein Handyempfang, kein Mensch zu sehen, es fing schon an zu dĂ€mmern, hm…ja und in dem Bach ein paar Meter weiter waren Krokodile – zumindest ließ dies das gelbe Schild mit roter Aufschrift und Kroko-Zeichen ganz schwer vermuten!

Wir haben uns daruf geeinigt, mal was anderes anzuziehen und dann die PlĂ€tze im Wagen zu tauschen (was sonst recht selten passiert ist). Der Wagen lief zum GlĂŒck noch, aber da der KĂŒhler schon fast komplett ausgelaufen war, fing alles etwas an zu muffen. Die Strecke kam uns vor wie eine 5-stunden Tour. Es könnte daran liegen, dass wir nur noch 40km/h gefahren sind und damit beschĂ€ftigt waren, den Straßenrand nach weiteren Tieren abzusuchen. Am Campingplatz angekommen, standen Susanne und Martin schon winkend vor dem Eingang. Ihr LĂ€cheln verschwand als sie unsere GesichtsuadrĂŒcke und vor allem die Dellen im Auto sahen. Die beiden hatten einen Platz fĂŒr uns reserviert. Nach leichten Manövrierungsschwierigkeiten hab ich den Camper neben einem anderen Britz geparkt – Zeit zum durchatmen 🙂

Um den Abend  noch zu genießen, ohne großartige Gedanken an Versicherung, Schaden, etc. zu verschwenden, hatte Susanne eine Flasche Rotwein geöffnet und Chips bereit gelegt. So wollten wir dann noch in meinen Geburtstag reinfeiern. Es war soweit alles ok. Wir hatten es uns auf der Wiese neben den BBQ-Ecken gemĂŒtlich gemacht, bis wir gegen 21h ein komisches GerĂ€usch bemerkten. Bevor nur einer sagen konnte „Oh nein, die Sprinkleranlage!“, ging das fröhliche Wasserspritzen auch schon los 😩 Nach kurzer Zeit waren die StĂŒhle zwar aus dem „Regen“ gerettet, aber trotzdem nass. Den Rest des Abends haben wir dann die StĂŒhle mit HandtĂŒchern ausgelegt und waren vor 24h schon totmĂŒde, sodass das mit dem Reinfeiern auch nix mehr gegeben hat.

Am nĂ€chsten Morgen wurde ich dann durch das Aufklappen des Kofferraumdeckels geweckt. Dies dachten die drei zumindest. Ich lag zwar lĂ€nger im Bett, aber diverse Geburtstagsvorbereitungen sind mir nicht entgangen – auch nicht das Bereitstellen hinter dem Camper 🙂 Nunja der Tag begann dann offiziell mit einer a capella-Version von „Happy Birthday..“ gefolgt von „Viel GlĂŒck und viel Segen…“. Martin hielt sich etwas zurĂŒck mit seiner Gesangskunst, aber die „MĂ€dels“ habens rausgerissen 😉 Neben dem StĂ€ndchen gab es Schoko-KĂŒchlein mit Kerzchen, einen Gutschein und einen Spielzeug-Hai von Birgit. Susanne und Martin hatten uns ihre seherischen FĂ€higkeiten wohl verschwiegen, denn es gab einen Kochhandschuh in Form eines KĂ€nguruh-Kopfs 🙂

Eigentlich könnte man das Hin und Her mit dem Automechaniker und der Britz-Managerin weglassen, aber da es so „schön“ war: Nach dem FrĂŒhstĂŒck haben sich die zwei lustigen drei erstmal eine Runde planschen im „Pool“ der Wangi Falls gegönnt und ich habe (zunĂ€chst mit Susanne, dann alleine) das ein oder andere Telefonat mit unserer Autovermietung gefĂŒhrt. Wie ich das gemacht habe ohne Handyempfang? Ganz einfach: Ich dachte mir, dass es bestimmt bei dem kleinen Kiosk im Park eine Telefonzelle geben mĂŒsste. Da lag ich auch richtig. Dummerweise hĂ€tte man eine Karte fĂŒr dieses Telefon gebraucht –  ich hatte keine (meine Global Gossip Card hatte ich völlig vergessen) und der Kiosk hatte leider auch keine Karten mehr zumVerkauf 😩 Netterweise ließ uns die Besitzerin mit dem Kiosk-Telefon telefonieren, nachdem wir sie ĂŒberzeugt hatten, dass man Britz umsonst anrufen kann. Nach den ersten 4 GesprĂ€chen hatten wir festgelegt, dass sich ein Mechaniker das Ganze mal aus der NĂ€he ansehen sollte. Dieser solle sich dann wieder melden bzgl. der Sachlage. Susanne war mittlerweile auch beim Schwimmen, als ich einen weißen Wagen auf den Platz fahren sah. Dem Aussehen des Fahrers nach hĂ€tte ich nicht erwartet, dass ER der Mechaniker ist. Da der etwa 53-jĂ€hrige Typ mit dem Rauschebart und 2mm-Haarschnitt, mit dem HolzfĂ€llerhemd und etwas weniger als 32 ZĂ€hnen aber schnurstracks auf unseren Camper zuging und den Schaden „begutachtete“, MUSSTE er wohl der Mechaniker sein! Nunja, er war ganz nett und hat auch gleich festgestellt, dass da nix mehr zu reparieren war. Kurz darauf hatte er dann jemanden von Britz an der Strippe und dies war nicht das einzige Telefonat, was an diesem Tag noch gefĂŒhrt wurde 😩

Die Managerin sagt mir nur noch, ich solle bei ihr „bitte“ nicht mehr anrufen. Der Abschleppdienst inkl. neuem Camper wĂŒrde in KĂŒrze losfahren. Falls ich zwischendurch wissen wollen wĂŒrde, wo sich der Fahrer befindet, dann sollte ich alle halbe Stunde versuchen, ein Update zu bekommen. Tolle Sache. Niemand konnte mir die Telefonnummer des Fahrers geben, da sie einfach keiner besaß 😩 Da die Fahrt von Darwin ja etwas dauern konnte, nin ich dann auch endlich schwimmen gegangen und Susanne hat etwas zu Essen vorbereitet. Nach dem Essen haben wir dann schonmal den Camper komplett ausgerĂ€umt und ein bisschen sauber gemacht. Ich bin nach nochmal los zum Kiosk um zu erfahren, wann wir den neuen Wagen „erwarten“ können, da kam er auch schon um die Ecke 🙂

Nach Auf- und Abladen der Autos und einem Check  konnten wir wieder alles einrĂ€umen und den Tag endlich mal genießen. Zwar waren wir etwas genervt, dass wir noch eine Versicherungssumme fĂŒrs neue Auto zahlen mussten, aber immerhin war uns nichts passiert und wir hatten einen neuen Camper, der nicht voll mit rotem Sand war 🙂

Abends haben wir dann noch die ein oder andere Flasche Chardonnay getrunken und mit Elton John-KlĂ€ngen aus Susannes Camper den Tag ausklingen lassen. Am nĂ€chsten Tag sind wir zu den Florence Falls gefahren und waren ein weiteres mal wandern und schwimmen. Danach hieß es dann entgĂŒltig Abschied nehmen von Susanne und Martin. Die beiden hatten noch die Strecke nach Darwin vor sich und den Heimflug. Birgit und ich allerdings hatten als nĂ€chstes Ziel den Kakadu Nationalpark.

Ein erstes Wiedersehen gab es am 12.09 bei mir und wir sehen uns ja schon bald wieder 🙂

Katherine – 27.07.-29.07.09

•23/09/2009 • Schreibe einen Kommentar

Angekommen in Katherine mussten wir uns erst einmal einen Campingplatz suchen. In einem Punkt hatten wir da mal wieder GlĂŒck. Wir haben den letzten Platz bekommen, etwa 5 Minuten bevor das PĂ€rchen kam, welches den Platz reserviert hatte – Tja, Pech wĂŒrd ich da sagen. Nachdem wir dann noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert sind und einkaufen waren, haben wir eine Kanu-Tour in der Katherine Gorge: gebucht. FĂŒr 40 Dollar konnten wir dann am nĂ€chsten Tag 3 oder 4 Stunden mit dem Kanu rumpaddeln und in der Gorge schwimmen.  ZurĂŒck auf dem Campingplatz wollten wir uns noch kurz die heißen Quellen anschauen, die quasi um die Ecke waren. Dort waren aber viel zu viele Leute, das Wasser war ser niedrig und außerdem nicht gerade heiß 😩 Nach einer Dusche haben wir dann ausnahmsweise nicht selber gekocht, sondern haben uns eine Kleinigkeit im Camp-Restaurant geholt. Dazu haben wir ein GlĂ€schen Wein mit unseren „Nachbarinnen“ Inge und Gerda getrunken. Die beiden (67 und 70 Jahre) waren auch schon seit einiger Zeit mit einem umgebauten Camper unterwegs und hatten noch eine lĂ€ngere Strecke vor sich. Die beiden hatten allerdings deutlich mehr Zeit als wir 😉

Am nĂ€chsten morgen gings dann Richtung Litchfield…

Whyndam, Prison Tree and Lake Argyle – 26.07.-27.07.09

•23/09/2009 • Schreibe einen Kommentar

Zwei kleine Zwischenstationen auf dem Weg nach Katherine waren Whyndam und der Lake Argyle. Nach Whyndam wollten wir eigentlich nur wegen der Krokodilfarm. Im Nachhinein hĂ€tte man sich das auch sparen können und wĂ€re lieber in Broome auf eine Farm gegangen. Die Krokodile in Whyndam waren nicht gerade hungrig und hatten daher auch so gar keine Lust auf die erste der 4 offiziellen FĂŒtterungen des Tages. Bevor das „Spektakel“ losgehen sollte, hatten wir noch ein bisschen Zeit. Diese Zeit könnte man quasi als spanndend bezeichenen, da wir sehen konnten, wie sich 2 Krokodile so ĂŒberhaupt nicht ausstehen konnten. Das eine war im anderen verbissen und beide haben uns die Todesrolle gezeigt. Tja das eine Krokodil konnte sich schließlich befreien und einen Abhang hinauf „rennen“. Man glaubt kaum wie schnell diese Krokodile auch an Land sein können – zwar nur auf kurzer Strecke, aber immerhin!

Ansonsten war, wie gesagt, nicht all zu viel zu sehen. Ein Krokodil ist zum baumelnden Fleischbrocken am Stock „gesprungen“ und hat sich dabei so gegen die Gitter der KĂ€figs geschmissen, dass sich einige Leute mĂ€chtig erschreckt haben.

Nach der FĂŒtterung haben wir ein paar Kilometer weiter noch am berĂŒhmten Prison Tree gehalten um Fotos zu machen. Der Prison Tree ist einer der viel verbreiteten Boab-BĂ€ume in Westaustralien und ist, wie aller Boab-Trees, von innen hohl. Der Prison Tree (GefĂ€ngnisbaum) wurde in den 1890er Jahren angeblich dazu genutzt, die Aborignes darin einzusperren. Heute ist er eine Touristenattraktion und leider sehr verschandelt durch etliche eingeritzte Namen usw.

Nach dem Besuch beim Prison Tree gings dann etwa 70km sĂŒdlich von Kununurra zum Lake Argyle. Der See ist das zweitgrĂ¶ĂŸte SĂŒĂŸwasser-Reservoire nach dem Lake Gordon und er ist der grĂ¶ĂŸte Stausee Australiens. Neben vielen Fischarten leben auch „Freshies“ (SĂŒĂŸwasser-Krokidile) dort.

Der See ist bei Sonnenuntergang in ein tolles Licht gehĂŒllt und ist auch am Tag einfach sehenswert!